Drei oberschlächtige Wasserräder
Zwei Mühlgänge
Hier wurde das Getreide gemahlen. Beim oberschlächtigen Rad fällt das Wasser von oben in die Schaufeln und dreht das Rad mit seinem Gewicht.

Über die Moosmühle
Die Moosmühle am Teich · historische Aufnahme
Die Moosmühle
Wo heute Gäste bei Kaffee und Kuchen im Garten sitzen, wurde über Jahrhunderte mit der Kraft des Wassers gearbeitet: Getreide gemahlen, Leinöl geschlagen, Bretter gesägt. Heute ist die Moosmühle ein Naturcafé – das Haus erzählt seine Geschichte bis heute.
Chronik
Wann die Mühle entstanden ist, weiß man nicht genau. In den Kirchenbüchern der Pfarrei Au steht als älteste Eintragung: 1611 Georg Steindl, vorher Bened. Weigl auf der Moßmil
– festgehalten im Saalbuch von 1644.
Das Anwesen lag inmitten nasser, ertragsarmer Wiesen. Sie wurden nur einmal im Jahr gemäht und lieferten saures Rossheu oder Streu. Etwas verächtlich sprach man vom Land „im Moos drunten“ – daher der Name Moosmühle.
Mit der Gründung der Wiesenentwässerungsgenossenschaften endet die Zeit, in der die Mühle mitten im Sumpfland stand.
Länger als 300 Jahre lief hier eine gutgehende Mühle – bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Peter Huber führt die Moosmühle als Naturcafé und Ausflugslokal – mit hellen Gasträumen, naturnahem Garten und selbstgemachten Kuchen und Torten.
Was das Wasser antrieb
In dem großen Gebäude wurde nicht nur gemahlen. Mehrere Wasserräder setzten ganz unterschiedliche Werke in Bewegung – vom Mehl bis zum Brett.
Drei oberschlächtige Wasserräder
Hier wurde das Getreide gemahlen. Beim oberschlächtigen Rad fällt das Wasser von oben in die Schaufeln und dreht das Rad mit seinem Gewicht.
„Kopperei“
Hier wurde das Getreide vor dem Mahlen gereinigt.
Unterschlächtiges Wasserrad
Auch Beinstampf genannt. Er zerkleinerte Knochen zu Knochenmehl – damals der einzige Kunstdünger.
Unterschlächtiges Wasserrad
Im Haus „Ausschlag“ genannt. Hier wurde aus Leinsamen Leinöl gewonnen.
Ein „Floderer“, etwa 1 m hoch
Rund sechzig Meter südlich stand eine Säge mit nur einem Sägeblatt – ganz aus Holz gebaut, bis auf das Sägestüberl.
Aus alten Zeiten



Heute
Heute führt Peter Huber die Moosmühle. Helle Gasträume, ein naturnaher Garten und die Lage nah an den Alpen: Hier kehren Radfahrer, Spaziergänger und Ausflügler ein – auf Kaffee, selbstgemachten Kuchen, ein Eis oder eine Brotzeit.
Mo & Di Ruhetag
Mi – So 11 – 18 Uhr
Moosmühle 1
83075 Bad Feilnbach
08066 279
Öffnungszeiten variabel – im Zweifel kurz anrufen. Tischreservierungen für Gruppen ab 20 Personen.